BARKS (= Bukarester Hunde Gemeinschaft für Rechte der Tiere):
Ein kleiner Schritt in eine Welt ohne streunende Hunde



Vor einigen Monaten sind wir auf ein wundervolles Lehrer-Schüler-Eltern Projekt in Rumänien aufmerksam geworden. Kirsten Frangogiannis suchte in Deutschland nach Tierschutzorganisationen, die ihr und ihrem Tierschutzprojekt BARKS helfen.

BARKS (= Bukarester Hunde Gemeinschaft für Rechte der Tiere) ist ein Projekt der Internationalen Amerikanischen Schule von Bukarest (AISB) in Zusammenarbeit mit Vertretern der Eltern-Lehrer-Organisation (PTO).  Sie besteht aus einer Gruppe freiwilliger Helfer. Gemeinsam haben ein Programm für Mittelstufen- und Oberstufenschüler geschaffen. Ziel ist es, dass sie gemeinsam versuchen, Welpen und ihre Mütter von der Straße zu retten. Dabei lernen die Schüler Verantwortung für die Pflege eines Hund zu übernehmen und dass jeder einzelne Mensch einen wichtigen Beitrag leisten kann, um diese Welt ein bißchen besser zu machen. Die älteren Oberstufenschüler engagieren sich zusätzlich als Fürsprecher der Hunde und versuchen, auf politischer- und Verwaltungsebene Lösungen für das Problem der Straßenhunde zu finden.

Es handelt sich um ein multinationales Projekt. An der Internationalen Amerikanischen Schule von Bukarest gibt es Schüler aus 52 Nationen.

Kirsten Frangogiannis ist die Schirmherrin des Projekts und unsere Kontaktperson. Sie selber ist Amerikanerin, aber ihre Mutter ist Deutsche und so spricht sie sehr gut deutsch. Sie selbst arbeitet auch aktiv mit. Erst unlängst hat sie einen Wurf von 7 Welpen bei sich Zuhause aufgenommen, die von Bauarbeitern gefunden wurden. Die Mutter der Kleinen wurde leider überfahren und so haben sich die Bauarbeiter um die Welpen gekümmert bis sie in die Obhut von BARKS gekommen sind. Auf diesem Bild sehen Sie Kirsten Frangogiannis mit diesen süßen Welpen:

Ein soziales Bewußtsein entwickelt der Mensch schon in jungen Jahren. Diese Jahre sind prägend. Daher ist dieses Projekt so wichtig für Mensch und Tier. Durch BARKS lernen die Kinder wie wichtig soziales Engagement ist und sie können ihre Liebe zu Tieren weiterentwickeln. BARKS erhebt nicht den Anspruch, eine Lösung für das Problem der Streuner zu sein. Vielmehr steckt der Wunsch dahinter, bei der nächsten Generation ein Bewußtsein für die Probleme der Streunerhunde zu wecken und ein Umdenken auf lange Sicht zu erreichen.

Da das Projekt BARKS erfreulicherweise so viel Zuspruch gefunden hat, hat eine Erweiterung des Programms stattgefunden.Neben den Schülern engagieren sich nun auch einige Mütter. Sie nennen sich „Mütter für BARKS“. Sie widmen sich der Rettung und Pflege der Straßenhunde. Inzwischen sind sie auch aktiv in der Vermittlung und sind stolz auf die selbständige Vermittlung von über 50 Hunden verschiedenen Alters. Zudem hatten sie die Idee, Hundehütten an von Streunern oft besuchten Orten in Pipera aufzustellen, die den Streunern Schutz vor der Kälte, Wind und Nässe bieten.

„Mütter für BARKS“ arbeiten mit deutschen Tierschutzorganisationen wie der „HundeNothilfe“ zusammen. Sie helfen dabei, Adoptanten für die streunenden Hunde von Pipera zu finden. Bis es soweit ist, kümmern sich die „Mütter für BARKS“ liebevolle in ihren Familien um die Hunde.

Besonders wichtig für „Mütter für BARKS“ sind Flugpaten. Es ist der schnellste und leichteste Weg für die Hunde zu einem neuen Leben in Deutschland. Die Kosten für den Transport des Hundes werden von „Müttern für BARKS“ gesponsort. Hunde, für die keine Flugpaten gefunden werden, reisen mit dem Auto nach Deutschland. Auch dies haben die „Müttern für BARKS“ arrangiert. Sie haben es geschafft, engagierte Fahrer zu finden, die regelmäßig nach Deutschland pendeln und die Hunde liebevoll betreut zu ihren neuen Familien bringen.

Leider ist es nicht möglich, alle Streuner zu retten, da die Anzahl der umherirrenden Hunde sehr hoch ist und die Kosten von den Familien privat getragen werden. Aber jede noch so kleine Hilfe ist wichtig für die Streuner in Rumänien. Durch das Projekt BARKS ist vielen Hunden das Leben gerettet worden und es werden noch viele weitere, glückliche Happy-Ends folgen. Und das ist es, was zählt!

 

Â